Umgestaltung Andreas-Hermes-Platz
#### Anlass für die Umgestaltung
Der Andreas‑Hermes‑Platz gilt derzeit als stark belasteter Stadtraum, geprägt von Nutzungskonflikten, Lärm und einem beeinträchtigten Sicherheitsempfinden. Mit einer umfassenden Neugestaltung möchte die Landeshauptstadt das Areal langfristig aufwerten und zu einem sicheren, lebendigen und einladenden Stadtraum entwickeln.
Grundlage für das Projekt ist die im Herbst 2025 durch den Rat der LHH beschlossene Masterplanung für das nördliche Bahnhofsviertel, die den Platz als grün geprägten Stadtplatz definiert. Darauf aufbauend wurde ein Landschaftsarchitekturbüro mit der Entwicklung eines Konzepts für die dauerhafte Umgestaltung des Andreas-Hermes-Platzes beauftragt. Die bauliche Umsetzung ist derzeit ab dem Jahr 2028 vorgesehen. Bis dahin sind weiterhin temporäre Nutzungen und Belebungsangebote geplant.
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#### Ziele der Umgestaltung
Geplant ist eine grundlegende Umgestaltung der rund 4.400 Quadratmeter großen Fläche, die nach einem bekannten Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime benannt wurde.
Im Rahmen der Bestandsanalyse und durch die während der „Sommerlounge“ gewonnenen Erfahrungen wurden zentrale Anforderungen für die Neugestaltung herausgearbeitet. Ziel ist es, die Identifikation mit dem Ort zu stärken, die Nutzbarkeit des Platzes deutlich zu verbessern und bestehende Nutzungskonflikte zu entschärfen. Durch vielfältige Aufenthalts- und Bewegungsangebote sowie flexibel nutzbare Flächen für Begegnung und Veranstaltungen soll der Platz belebt werden. Sitzgelegenheiten, eine zeitgemäße Beleuchtung und eine robuste und vandalismussichere Ausstattung sollen die Aufenthaltsqualität dauerhaft erhöhen. Auch kriminalpräventive Aspekte wie gut einsehbare Sichtachsen und eine klare Raumstruktur fließen in die Planung ein, um das Sicherheitsempfinden zu stärken.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Maßnahmen zur Klimawandelanpassung. Durch Entsiegelung und klimaresiliente Bepflanzung soll der Platz künftig besser auf Hitzeperioden reagieren und einen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas leisten. Die erhaltenswerten Bäume werden in die Planung integriert und durch zusätzliche Begrünung ergänzt.
#### Zwischennutzung
Um die Situation auf dem Andreas-Hermes-Platz kurzfristig zu verbessern, wurde ab 2023 in den Sommermonaten eine temporäre Zwischennutzung etabliert. Seitdem finden dort jährlich von Mai bis September verschiedene Veranstaltungen statt – zuletzt im Jahr 2025 die „Sommerlounge“. Das Format hat wesentlich dazu beigetragen, den Platz zu beleben und neue Besuchergruppen anzuziehen. Gleichzeitig konnten Nutzungskonflikte reduziert und das soziale Miteinander gestärkt werden. Die Gestaltung der Sommerlounge wurde von den Nutzenden gut angenommen und trug zu einer einladenden Atmosphäre bei. Die Erkenntnisse aus der Zwischennutzung fließen nun in die weitere Planung ein.
alle Einwohner*innen, alle/stadtweit, Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, in Auswertung
Ergebnisse der Bürgerbeteiligung zum Andreas-Hermes-Platz
Im Februar und März 2026 waren Einwohner*innen eingeladen, den Vorentwurf zur Neugestaltung des Andreas Hermes Platzes zu kommentieren. Die Beteiligung erfolgte sowohl im Rahmen einer Präsenzveranstaltung im Kulturzentrum Pavillon als auch über eine Online Beteiligung. Rückmeldungen konnten zu den Themenbereichen Grün als Grundgerüst, Kultur und Soziales, Bewegung und Begegnung, Verbindendes Element sowie Ausstattung abgegeben werden.
Insgesamt gingen über 200 Rückmeldungen ein. Die Auswertung zeigt ein großes Interesse an der Neugestaltung sowie viele differenzierte und konstruktive Hinweise.